Hybride Arbeitsformen haben den Markt verändert

Die Rolle des richtigen Partners in der aktuellen Cybersicherheits-Landschaft

Das Portfolio eines MSP sollte die Tools und Lösungen umfassen, die der "neuen Normalität" am besten entsprechen



Von Hakan Ramsing, Senior Partner Manager, Central Europe, Vipre

Sicherheit ist, wenig überraschend, für jede Branche zu einer wachsenden Herausforderung geworden. Die Zahl der weltweit verteilt und in hybriden Infrastrukturen Beschäftigten wächst ebenso zuverlässig wie die Zahl der Cyberangriffe. Jedes Unternehmen sucht angesichts dieser Zwickmühle für sich nach verlässlichem Support. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gilt das in verschärftem Maß. Sie verfügen so gut wie nie über die internen Ressourcen und Teams, um sich adäquat vor aktuellen Bedrohungen zu schützen. Das ist einer der Gründe, warum Firmen sich an dieser Stelle verstärkt nach einem Trusted Advisor umsehen, um eine solide Cybersicherheitsstrategie überhaupt erst einmal zu entwickeln. Gleichzeitig profitieren sie von der Expertise, dem Know-how und den technologischen Lösungen, die ihnen über einen Managed Service Provider (MSP) zur Verfügung stehen. Aber auch Unternehmen sind mehr denn je in der Pflicht, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um Netzwerk, Daten und Mitarbeiter zu schützen.

Die COVID-19-Pandemie hat die digitale Transformation beschleunigt. Unternehmen waren oftmals sehr rasch gezwungen, die notwendigen Schritte umzusetzen. Sei es, um die betriebliche Kontinuität aufrechtzuerhalten, sei es, um das Überleben des Unternehmens als solches zu sichern. Das wirkte sich zwangsläufig auf die Cybersicherheitsstrategien aus: Die Prioritäten haben sich verschoben und die notwendigen Investitionen ließen sich nicht mehr aufschieben.

In den letzten beiden Jahren musste sich so gut wie jedes Unternehmen mit Remote-Working-Modellen auseinandersetzen, und hybride Infrastrukturen sind gekommen, um zu bleiben. Dies hat gezeigt, wie wichtig es für Organisationen ist, solche Arbeitsmodelle einzuführen und die Anzahl der Arbeitsplätze bedarfsgerecht skalieren zu können. All das verbunden mit neuen

Sicherheitsherausforderungen. Ein Multi-Layer-Ansatz und Best Practices beim Thema Sicherheit sind die zentralen Säulen für einen zugleich sicheren wie effizienten Betrieb. Ein auf Cybersicherheit spezialisierter Channel-Partner unterstützt beispielsweise dabei, bestehende Schwachstellen oder Lücken in der Infrastruktur zu identifizieren, sie zu beheben und zukunftsfähige Lösungen auszuwählen.

Firmen müssen sich nun verstärkt Fragen wie diese stellen: Reichen die Notfallmaßnahmen, die auf dem Höhepunkt der Pandemie getroffen wurden, für ein langfristig sicheres und flexibles Arbeiten überhaupt aus? Welche Tools sind nötig, um in der modernen hybriden Arbeitsumgebung geschützt zu sein? Es ist offensichtlich an der Zeit, die Situation neu zu bewerten und einen zukunftssicheren Plan zu entwickeln.

Der Trusted Advisor für KMU

Kleinere und mittlere Unternehmen haben selten die Ressourcen, die Zeit oder spezielle Teams, um sich auf IT-Anforderungen zu konzentrieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie über die richtigen Cybersicherheits-Lösungen verfügen. Parallel dazu hält sich hartnäckig der Irrglaube, dass KMU seltener Opfer von Cyberkriminellen werden: 66 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie weder genug Umsatz machen, um ausreichend interessant zu sein, noch über die entsprechende Datengrundlage verfügen. Das Gegenteil ist der Fall: Laut der Cost of Cybercrime Studie von Accenture richten sich stolze 43 Prozent der Cyberangriffe gerade gegen kleine Unternehmen und nur 14 Prozent von ihnen sind ausreichend vorbereitet.

Wer stattdessen mit einem MSP als externem Sicherheitspartner zusammenarbeitet, sorgt für Entlastung. Die Verantwortung für die notwendige Cyber-Resilienz liegt jetzt bei den Experten im Channel, und sie haben die Gelegenheit, den Kunden auf seinem Weg zu begleiten. Das gilt für Technologien und Tools ebenso wie für Schulungen und andere Dienstleistungen. Ein MSP hat seinerseits die Möglichkeit, sich im stetig wachsenden, wettbewerbsintensiven Channel-Markt als vertrauenswürdiger IT-Sicherheitsberater zu profilieren.

Kritischer Support- und Sparrings-Partner

Investitionen in die Grundlagen der eigenen Cybersicherheit sind zu einer geschäftskritischen Größe geworden. Es gilt, potenzielle Lücken bei der Planung zu identifizieren und die Ausgangslage kritisch zu bewerten, um auf den bestehenden Systemen eine starke

Infrastruktur aufzubauen. Im besten Falle sind die Lösungen auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Unternehmens zugeschnitten, beispielsweise E-Mail-Sicherheit und Endpunktschutz, fortlaufende Schulungen für Benutzer sowie Zugriffslösungen, wie z.B. Zero Trust.

Angesichts der sich weiter entwickelnden Bedrohungslandschaft, reicht es längst nicht mehr aus, Sicherheitslösungen einfach nur bereitzustellen. Cyber-Resilienz braucht neben der geeigneten Technologie, das fachliche Know-how des Partners, um die Sicherheitsplanung und das Wachstum des Unternehmens gleichermaßen zu unterstützen. MSPs sollten stets proaktiv agieren, wenn sie den aktuellen Sicherheitsstatus eines Kunden verstehen wollen. Denn dieses Verständnis bildet die Basis, um geeignete Empfehlungen in Richtung einer dauerhaften Cyber-Resilienz aussprechen und umsetzen zu können.

Es reicht beispielsweise nicht, beim Kundenstamm flächendeckend Office365 auszurollen. Stattdessen sollte die Partnerschaft einen Mehrwert bieten, sei es in Best-Practices-Empfehlungen, sei es bei der Auswahl der richtigen, spezialisierten Tools und Technologien – anstelle einer Einheitslösung. Eine Vorgehensweise von der letztlich beide Seiten profitieren.

Investieren – aber in welche Technologien?

Das Portfolio eines MSP sollte die Tools und Lösungen umfassen, die unserer "neuen Normalität" am besten entsprechen. Remote-Teamwork, Remote Learning und kritische Cloud-Infrastrukturen sind zentrale Bausteine der digitalen Transformation. Nach Einschätzung von Microsoft habe man während der Pandemie in zwei Monaten durchlaufen, wozu man sonst annähernd zwei Jahre gebraucht habe.

Innovative Technologien und Dienste bilden im Idealfall das Rückgrat der Cybersicherheit, indem sie den Benutzer aktiv einbeziehen und sensibilisieren. Firmen und Organisationen sollten ihre Benutzer auch ohne externe Überprüfung oder IT-Aufsicht in die Lage versetzen, taugliche Sicherheitsentscheidungen zu treffen. Jährliche Schulungen mit einer Alibifunktion in Sachen Compliance haben sich überlebt. An ihre Stelle sollten kontinuierliche Trainings, praxisnahe Phishing-Simulationen und Lösungen treten. Sie sind besser geeignet, Mitarbeiter in ihrem konkreten Umfeld bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, unabhängig vom jeweiligen Standort. Auch Channel-Partner sollten sich fragen: Haben wir Phishing-Penetrationstests durchgeführt? Ist das Senden einer E-Mail an die falsche Person ein peinlicher Fehler oder eine Datenschutzverletzung?

Im Idealfall trägt der MSP dazu bei, die Benutzer von einem potenziellen Sicherheitsrisiko zu einem Sicherheits-Asset zu machen – mit den richtigen Tools, Technologien und Trainings und mit der Fähigkeit, den Kunden in seiner individuellen Situation richtig zu beraten. Hier liegt einiges an ungenutztem Potenzial für den Channel.

Fazit

Von Unternehmen allein kann man nicht erwarten, dass sie Cyberkriminellen immer einen Schritt voraus sind und sich ununterbrochen auf neue Bedrohungen einstellen. Insbesondere KMU sind auf einen Partner angewiesen, der ein umfassendes Portfolio von Sicherheitsangeboten sowie das Wissen und den nötigen Support bietet, um Daten, Mitarbeiter und Netzwerke zu schützen.

Auf dieser Basis können Channel-Partner die Beziehung zu ihren Kunden ausbauen und vertiefen sowie zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Im Gegenzug können Unternehmen darauf vertrauen, dass sie über die geeigneten Technologien und Tools verfügen, um das Risiko von Cyberangriffen zu senken und sich auf eine vertrauenswürdige Partnerschaft verlassen.

(Vipre: ra)

eingetragen: 25.10.22
Newsletterlauf: 06.02.23

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Meldungen: Grundlagen

Verstärkter Angriff auf Backup-Infrastrukturen

Ransomware-Angriffe nutzen Schwachstellen aus, um in Unternehmen einzudringen. Sie verschlüsseln Business-Daten und versuchen damit hohe Lösegeldzahlungen zu erpressen. Eine besonders stark betroffene Branche ist das Gesundheitswesen. Hier verzeichnete man im Jahr 2021 einen erschreckenden Anstieg der Ransomware-Angriffe um 755 Prozent.

Wie "grün" ist Tape?

Die aktuellen Zeiten des Klimawandels verbunden mit zahlreichen Umweltproblemen stellen Unternehmen jeder Art vor die Herausforderung umweltfreundlicher zu werden. Altmodisch nannte man dies Umweltschutz, heute spricht man von "Nachhaltigkeit" oder "ESG", kurz für Environmental Social and Governance. Gemeint ist im Prinzip dasselbe. Auch die IT muss sich der Frage stellen, wie nachhaltig sie ist. Kann sie etwaige negative Einflüsse auf die Umwelt verringern? Ein Faktor, an dem der Einfluss der IT messbar gemacht werden kann, ist die seit Beginn der digitalen Revolution in den 1980er Jahren exponentiell steigende Datenmenge – und natürlich deren Speicherung. Um dies mit einer Zahl zu verdeutlichen, wir steuern derzeit auf eine globale Datenmenge von 175 Zettabyte im Jahr 2025 zu. Es ist schwer zu beschreiben, was 175 Zettabyte tatsächlich darstellen. Mathematisch ausgedrückt sind ein Zettabyte jedenfalls 1,000,000,000,000,000,000,000 (1021) Bytes.

Präventiver Schutz alleine reicht nicht

In Zeiten von Ransomware, Insider Threats und Advanced Persistant Threats sind viele Unternehmen in puncto Security in der Defensive. Neben der eigentlichen Abwehr geht es im Kern darum, lange IT-Ausfallzeiten und Datenverluste zu vermeiden. Backups bieten bei der Wiederherstellung weniger wichtiger Daten eine einfache und praktikable Lösung. Kritische Daten und Workloads benötigen allerdings eine ausgereiftere Wiederherstellungstechnologie.

Erpressung durch Ransomware-Kriminelle

Moderne Datensicherung, bestehend aus zuverlässigem Backup und fehlerfreier Wiederherstellung, ist für viele Unternehmen und Institutionen kein unbekanntes Thema. Ein Bereich, den man nicht sofort auf dem Radar hat, ist jedoch die Finanzdienstleistungsbranche (FSI). Gerade hier sind sehr sensible – und damit für Hacker attraktive – Daten unterwegs, die dringend gesichert werden müssen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und den möglichen Schaden gering zu halten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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