08.06.18 - IT Security-Telegramm


NTT Security hat ihren Global Threat Intelligence Report (GTIR) für das Jahr 2018 veröffentlicht: Zentrales Ergebnis für Deutschland ist, dass vor allem Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe von Cyber-Angriffen betroffen sind
Die Experten von Kaspersky Lab haben im ersten Quartal 2018 die am längsten andauernde DDoS-Attacke seit Ende des Jahres 2015 gemessen mit einer Dauer von 297 Stunden (mehr als 12 Tage)



08.06.18 - CBL Datenrettung bietet Chip-Off-Service für die Forensik
CBL Datenrettung stellt ein neues Angebot für IT-Sachverständige und Labors der Computerforensik vor. Als Datenretter im Bereich Smartphone bietet CBL kriminaltechnischen Labors an, die schwierige technische Vorarbeit zur Auswertung von Daten auf Mobilgeräten zu übernehmen, auf denen im Zusammenhang mit Ermittlungen beweiskräftige Informationen vermutet werden. Bisher war CBL überwiegend direkt von Ermittlungsbehörden mit forensischer Datenrettung von Festplatten und anderen Datenträgern beauftragt worden.

08.06.18 - Volle Kontrolle: T-Systems schafft sicheren Handelsplatz für Datenaustausch
T-Systems liefert jetzt einen wichtigen Baustein für die Digitalisierung der Industrie. Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom startet mit dem "Telekom Data Intelligence Hub" (Telekom DIH) eine Plattform für den sicheren Datenaustausch. Das Besondere daran: Der Datenverkehr wird unmittelbar und ausschließlich zwischen Unternehmen, die Daten liefern, und seinen Partnern in Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgewickelt eine externe oder zentrale Datenspeicherung ist dafür nicht erforderlich.

08.06.18 - Cyber-Angriffe in Deutschland zielen vor allem auf verarbeitendes Gewerbe ab
NTT Security hat ihren Global Threat Intelligence Report (GTIR) für das Jahr 2018 veröffentlicht. Zentrales Ergebnis für Deutschland ist, dass vor allem Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe von Cyber-Angriffen betroffen sind. Mehr als die Hälfte der Angriffe haben dabei ihren Ursprung in China. Der Report zeigt, dass sich in Deutschland 36 Prozent aller Cyber-Attacken gegen die Fertigungsindustrie richten. Im Ranking folgen mit 29 Prozent der Finanzsektor und mit 28 Prozent der Technologiesektor. Auf diese drei Bereiche entfallen somit 93 Prozent aller Angriffe. Ein anderes Ergebnis zeigt sich auf globaler Ebene. Hier lautet die Reihenfolge: Finanzsektor (26 Prozent), Technologiesektor (19 Prozent) und Business und Professional Services (10 Prozent).

08.06.18 - Kaspersky Lab: Längste DDoS-Attacke seit 2015
Die Experten von Kaspersky Lab haben im ersten Quartal 2018 die am längsten andauernde DDoS-Attacke seit Ende des Jahres 2015 gemessen mit einer Dauer von 297 Stunden (mehr als 12 Tage). Weitere Trends aus dem aktuellen DDoS-Report von Kaspersky Lab sind: einAnstieg bei Verstärkungsangriffen und der Aktivität alter und neuer Botnetze, sowie die Rückkehr von Deutschland in die Top-10 derjenigen Länder, die die meisten für DDoS-Angriffe verwendeten C&C-Server hosten. Laut Kaspersky-Report haben DDoS-Botnetze im ersten Quartal 2018 Web-Ressourcen in 79 Ländern weltweit attackiert. Erneut führen China, die USA und Südkorea die Liste der am stärksten betroffenen Länder an. Das gilt sowohl für die Anzahl der Server, die den Angreifern zur Verfügung stehen, als auch für die Anzahl der dort gehosteten Websites und Services. Hong Kong und Japan haben inzwischen die Niederlande und Vietnam aus den Top-10 der am stärksten betroffenen Länder verdrängt. Deutschland liegt hier auf dem achten Platz.


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Meldungen vom Vortag

07.06.18 - EMEA: Organisationen benötigen fast sechs Monate, um Cyber-Angriffe zu entdecken

07.06.18 - Laut einer aktuellen globalen Umfrage von Ontrack verfügten mehr als ein Drittel der Befragten zum Zeitpunkt eines Datenverlusts nicht über ein Backup

07.06.18 - Studie zu Endpoint Detection and Response (EDR): 25 Prozent Fehlalarme überlasten Security-Teams

07.06.18 - Trend Micro zeigt potentielle Cyber-Sicherheitslücken in Krankenhäusern auf

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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