Geschäftsnutzen von Security-Investitionen


Geschäftsführung verkennt häufig Wettbewerbsvorteil von Cybersecurity
Studie: IT-Sicherheitsmitarbeiter fühlen sich oft als "Buhmann"



Die Mehrheit der Geschäftsführer und Vorstände in Deutschland erkennt nach wie vor nicht den Wettbewerbsvorteil, den eine funktionierende Cybersicherheit ihrem Unternehmen verschaffen kann. Viele sehen in den Security-Teams zudem vor allem einen Kostenfaktor, wie eine von Thycotic in Auftrag gegebene Studie nun offenbart. Nur 15 Prozent der befragten IT-Sicherheitsentscheider sind demnach der Meinung, dass die Geschäftsführung sich der Bedeutung von sicherem Datenhandling beim Erzielen von Wettbewerbsvorteilen bewusst ist. Und das, obwohl in 58 Prozent der befragten Unternehmen der CIO einen Platz in der Geschäftsführung oder im Vorstand innehat.

In Zeiten zunehmender Schäden durch Cyberkriminalität und hoher Bußgelder bei Datenschutzverletzungen sind steigende Ausgaben im IT-Sicherheitsbereich unabwendbar und bei strategischer Planung eine sinnvolle und wichtige Investition. Dennoch beklagt fast ein Drittel der Befragten (28 Prozent), dass die Unternehmensleitung ihre Arbeit nach wie vor mehr als Kostenfaktor denn als Vermögenswert betrachtet. Das könnte auch daran liegen, dass laut 65 Prozent der interviewten Security-Entscheider, Vorstand und Geschäftsführung den Geschäftsnutzen von Security-Investitionen nicht immer erkennen.

Für die Unternehmensleitung steht das Abwenden von Gefahren im Vordergrund
Viele IT-Sicherheitsmanager beklagen zudem eine falsche Wahrnehmung ihrer Rolle durch die Geschäftsleitung, was laut 64 Prozent der Befragten eine Einschränkung der IT-Sicherheit zur Folge hat. Obwohl sie sich selbst eine offensive Funktion zusprechen, die das Wachstum der Geschäfte und die sichere Einführung neuer Services vorantreibt, sehen viele Vorstände und Geschäftsführer in deutschen Unternehmen Security-Teams weiterhin in einer vorwiegend funktionalen Rolle: Für 30 Prozent steht vor allem das Abwenden von Cyberangriffen im Vordergrund.

IT-Security-Mitarbeiter werden oft als "Buhmann" wahrgenommen
Auch das Verhältnis zwischen IT-Security und den Mitarbeitern jenseits der Führungsebene könnte besser sein: Nur rund die Hälfte der IT-Manager (51 Prozent) betrachtet die eigene Leistung rund um die IT-Absicherung als angemessen wertgeschätzt. Bei den negativen Stimmen der Befragten kommen vor allem zwei Tendenzen zum Vorschein: So beklagen die IT-Sicherheitsentscheider zum einen eine spürbare "Nichtwahrnehmung" ihrer Leistung (25 Prozent), zum anderen werden sie vor allem bei der Implementierung notwendiger Maßnahmen oder der Einführung neuer Sicherheitsrichtlinien für mögliche Beeinträchtigungen der Arbeitsabläufe kritisiert (19 Prozent). Dies könnte auch am fehlenden Verständnis der fachfremden Abteilungen für die Vorhaben und Belange der IT-Teams liegen, welches rund drei Viertel (73 Prozent) kritisierten.

"In Zeiten einer sich stets verändernde Bedrohungslandschaft, strenger Datenschutz-Richtlinien und eines komplexen Marktes für Sicherheitslösungen, ist effektive Cybersicherheit für Unternehmen von strategischer Bedeutung", so Markus Kahmen, Regional Director DACH bei Thycotic. "Dass Geschäftsführer und Vorstände dies noch nicht flächendeckend erkannt haben, ist ärgerlich, denn sie verpassen wertvolle Chancen. Die Rolle des Sicherheitsmanagers ist heute so anspruchsvoll wie vielfältig und muss von Vorgesetzten und Mitarbeitern gleichermaßen unterstützt und gefördert werden, denn in Sachen Sicherheit müssen alle an einem Strang ziehen."

Methodik:
Im Auftrag von Thycotic befragte das unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im November 2018 insgesamt 200 IT-Sicherheitsentscheider aus Unternehmen mit jeweils mehr als 1.000 Mitarbeitern zur Stellung und dem Ansehen von IT-Security-Abteilungen in Unternehmen. Die Stichprobe ist branchenübergreifend und enthält jeweils 100 Unternehmen aus Deutschland und UK. Die Interviews wurden online in einem strengen mehrstufigen Screening-Verfahren durchgeführt, um sicherzustellen, dass nur geeignete Kandidaten die Möglichkeit zur Teilnahme hatten.
(Thycotic: ra)

eingetragen: 30.01.19
Newsletterlauf: 27.02.19

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Meldungen: Studien

Schutz von Webanwendungen

Schwachstellen bei der Zugangskontrolle und das Risiko der Offenlegung von Daten sind die weit verbreitetsten Sicherheitsmängel in unternehmensintern entwickelten Webanwendungen. Dies zeigt eine aktuelle Analyse von Kaspersky im Zeitraum 2021 bis 2023.

Anstieg von Betrug durch Freunde

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Studie "Cybersicherheit in Zahlen"

Mehr als ein Drittel der deutschen Angestellten finden höhere Ausgaben ihres Arbeitgebers in dem Bereich IT-Sicherheit notwendig. Das belegt die repräsentative Studie "Cybersicherheit in Zahlen" von der G Data CyberDefense AG, Statista und brand eins.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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