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Archiv 2013


Im Überblick

  • Höhlen Führungskräfte die IT-Sicherheit aus?

    Zwei Fragen: Wer hat die meisten Informationen in einem Unternehmen, die weitesten Rechte zum Datenzugriff und wird deshalb bevorzugt gehackt? Klar, das Topmanagement. Wer sollte sich daher konsequent schützen und schützen lassen? Eben. Doch Sicherheit kann unbequem sein und neue Untersuchungen zeigen einen gefährlichen Trend: Viele leitende Angestellte weichen Cybersicherheits-Richtlinien auf oder ignorieren sie einfach. Die weltweite Studie "Hacked Off!" von Oktober 2019 untersucht detailliert den Druck, unter dem IT-Sicherheits-Profis stehen und wie sich dieser auf die Wirksamkeit von Sicherheitsmaßnahmen auswirkt. Auch geht sie der Frage nach, was die Befragten als die besten Strategien zur Gewährleistung der IT-Sicherheit von Unternehmen ansehen. Die von Bitdefender in Auftrag gegebene Studie berücksichtigt die Einschätzungen und Meinungen von mehr als 6.000 IT-Sicherheitsexperten in acht Ländern, 515 davon in Deutschland.


Im Überblick

  • 14,5 Millionen Euro sind erst der Anfang

    Die Berliner Datenschutzbeauftragte hat wegen Verstößen gegen die DSGVO eine hohe Strafzahlung gegen eine Berliner Wohnungsgesllschaft verhängt. Mit dem neuen Bußgeldkonzept der DSK - der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder - wird ein solches massives Durchgreifen der zuständigen Datenschutzstellen wahrscheinlicher, erläutert Eva-Maria Scheiter, Managing Consultant GRC bei der Security Division von NTT Ltd., einem weltweit führenden Technologie-Dienstleister. Weil die betroffene Gesellschaft personenbezogene Daten von Mietern in einem nicht löschbaren Archivsystem angelegt hat, hat die Berliner Datenschutzbeauftragte ein Bußgeld in Höhe von 14,5 Millionen Euro gegen die Immobilienfirma erlassen. Der Vorwurf, so die derzeitige Berichterstattung: Die gespeicherten Gehaltsabrechnungen, Auszüge aus Arbeits- und Ausbildungsverträgen, Steuer-, Sozial- und Krankenversicherungsdaten sowie Kontoauszüge wurden über Jahre vorgehalten, ohne zu prüfen, ob dies rechtmäßig und erforderlich ist, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Das Archivsystem verstoße damit sowohl gegen die Grundsätze der Datenschutzgrundverordnung (Artikel 5 DSGVO) als auch gegen das Gebot des Datenschutzes durch Technikgestaltung (Artikel 25 DSGVO).



Im Überblick

  • IT-Vorhersagen für das Jahr 2020

    BeyondTrust, Unternehmen für Privileged Access Management, benennt die wichtigsten IT-Sicherheitstrends für 2020 und darüber hinaus. Morey J. Haber, CTO und CISO bei BeyondTrust, und Senior Solutions Architect Christopher Hills analysieren aktuelle Entwicklungen auf dem IT-Sicherheitsmarkt und prognostizieren mehrere Trends. Anstieg automatischer Malware-Updates - Viele Applikationen aktualisieren sich automatisch, was Cyberkriminelle mit verschiedenen Angriffsformen auf Cloud-basierte Update-Mechanismen auszunutzen versuchen. Die Mehrzahl der Anwender vertraut mittlerweile auf automatische Aktualisierungsprozesse und verdrängt dabei Bedrohungen, die auf kompromittierten Cloud-Verbindungen beruhen. Softwarepiraterie und andere Angriffsformen sind durch die Cloud-Nutzung tatsächlich zurückgegangen, aber kreative Cyberangreifer nutzen verstärkt die Auto-Update-Funktionen, um Nutzerrechner zu infizieren. Deshalb ist erwartbar, dass 2020 viele populäre Applikationen und Betriebssysteme von diesen Advanced Threats betroffen sein werden.

  • Malware und Hacking Services

    Das Darknet stellt Cyberkriminellen eine Vielzahl branchen- und unternehmensspezifischer Angriffs-Tools und -services zur Verfügung. Solche Angebote werden für klassische Sicherheitslösungen immer mehr zum Problem, meint Bromium, da sie für die Erkennung neuer, modifizierter oder benutzerdefinierter Malware weniger geeignet sind. Das Darknet hat sich zu einer idealen Quelle für Malware-Tools und -Services entwickelt. So lautet das Ergebnis der Studie "Behind the Dark Net Black Mirror", die die University of Surrey in Südostengland durchgeführt hat - gesponsert vom Sicherheitssoftware-Anbieter Bromium. Allein in den letzten zwei Jahren hat sich das Angebot an Tools und Services für Cyberangriffe um 20 Prozent erhöht. Dabei sticht ein Ergebnis besonders ins Auge: Es sind nicht nur Standard-Schadprogramme zu finden, sondern vor allem branchen- und unternehmensspezifische Malware und Hacking Services.

  • Noch keine Rekord-Bußgelder verhängt worden

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung war und ist nicht unumstritten. Im Mai 2019 - also ein Jahr nach Wirksamwerden der DSGVO - haben Unternehmen, Institutionen und diverse Verbände eine erste Bilanz gezogen. Demnach sind EU-weit rund 150.000 Verstöße gemeldet worden. In deutlich weniger Fällen wurden aber bis dato auch Bußgelder verhängt. Zur Erinnerung: Die Datenschutzbehörden können aufgrund der DSGVO Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens im zurückliegenden Geschäftsjahr verhängen. Im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern halten sich die Zahl der Verstöße und ebenso die Höhe der bis dato verhängten Bußgelder in Deutschland in Grenzen. Im Mai veröffentlichte die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage der Behörden eine Summe von 485.000 Euro an verhängten Strafzahlungen. Das höchste in Deutschland verhängte Bußgeld belief sich auf 80.000 Euro.

  • Quantencomputer knacken Verschlüsselungen

    Deutsche Unternehmen stehen unter digitalem Dauerbeschuss. Egal, ob Großkonzern oder Mittelständler: Qualität und Umfang der Cyber-Attacken haben in der Vergangenheit ständig zugenommen. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Ganz im Gegenteil: Die Hacker werden neue Technologien geschickt zu nutzen wissen, um ihr Handwerk weiter zu perfektionieren. Dell Technologies zeigt auf, welche neuen Cyber-Bedohungen in den nächsten Jahren auf die Unternehmen zukommen werden. In drei Jahren: 5G öffnet neue Einfallstore: Der neue Mobilfunkstandard 5G wird dafür sorgen, dass künftig deutlich mehr Geräte, Sensoren und kritische Services miteinander vernetzt sind als das heute noch der Fall ist. In der Industrie werden dabei IT und OT, also die Systeme zur Steuerung der Anlagen, stark miteinander verschmelzen. Dadurch bieten sich Cyber-Kriminellen noch einmal erheblich mehr Angriffsflächen.

  • Mangelndes Risikobewusstsein

    Das Internet der Dinge ist ein Türöffner - und zwar in zweifacher Hinsicht. Denn einerseits eröffnet das IoT Unternehmen neue lukrative Geschäftsfelder und ermöglicht eine vollkommen vernetzte Geschäftswelt. Andererseits sind IoT-Geräte auch ideale Einfallstore für Hacker und vergrößern die Cyberangriffsfläche von Unternehmen immens. Tatsache ist, dass die Sicherheit von IoT-Geräten nach wie vor stark vernachlässigt wird und ihre Firmware in der Regel nur so vor Schwachstellen wimmelt - ganz zur Freude der Cyberangreifer. Wie eine aktuelle Untersuchung der Firmware-Analyseplattform IoT Inspector gezeigt hat, weisen mehr als 90 Prozent der Firmwaredateien kritische Sicherheitslücken auf. Dazu zählen fest programmierte Passwörter im Firmware-Dateisystem, Schwachstellen in der Systemkonfiguration oder SSH Host-Keys. Die am häufigsten identifizierten Schwachstelle - und damit Sicherheitslücke Nr.1 - sind laut dem Report jedoch versteckte Standard-User-Credentials.