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Cyberkriminalität: Erfolgreiche Festnahme


BKA: Schlag gegen international agierende DDoS-Erpresser
Das BKA führt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Erpressung und Computersabotage durch

(29.01.16) - Beamte des Hi-Tech Crime Departement, Innenministerium Republik Srpska, haben am 15. Dezember 2015 in Bosnien und Herzegowina einen 32-jährigen Mann festgenommen. Der bosnische Staatsangehörige steht im Verdacht, eine führende Rolle in einer international agierenden Gruppierung von Cyberkriminellen mit dem Pseudonym "DD4BC" ("DDoS for Bitcoin") zu spielen. Cyberspezialisten des Bundeskriminalamtes (BKA) begleiteten vor Ort die operativen Maßnahmen. Beteiligt an der Polizeiaktion waren auch Polizeibeamte aus den USA, Großbritannien, Österreich und Europol.

Das BKA führt im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität – ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Erpressung und Computersabotage gegen diese Gruppierung. Die Täter sind seit 2014 weltweit mit DDoS-Angriffen gegen die Onlinepräsenz größerer E-Commerce-Unternehmen und Firmen vorgegangen. Auch deutsche Unternehmen waren betroffen, weltweit gibt es Schadensfälle im hohen dreistelligen Bereich.

Bei ihren Erpressungen ging die Gruppierung immer nach dem gleichen Muster vor: Die Unternehmen wurden zur Zahlung eines bestimmten Betrages aufgefordert, damit die Täter ihre Angriffe einstellen. Gefordert wurde jeweils ein Betrag in der digitalen Währung Bitcoin, zumeist im Wert von rund 10.000 Euro.

Die erfolgreiche Festnahme unterstreicht erneut die Bedeutung der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von weltweit agierenden Cyberkriminellen. Um solche Erfolge zu erzielen, bedarf es auch einer vertrauensvollen Kooperation mit der Wirtschaft, wie sie beispielsweise mit dem German Competence Centre against Cyber Crime (G4C e.V.) besteht. Denn nur wenn betroffene Unternehmen diese Taten anzeigen, ist eine strafrechtliche Verfolgung möglich.

Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen können keine weiteren Informationen erteilt werden.

Erläuterungen:

>> DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service):
Angriff auf einen Computer mit dem Ziel, die Verfügbarkeit außer Kraft zu setzen. Der Angriff erfolgt von vielen verteilten Rechnern aus.

>> Bitcoin: Hierbei handelt es sich um eine Währung, die weder Scheine noch Münzen kennt. Sie besteht aus berechneten, verschlüsselten Datenblöcken. Der Name setzt sich zusammen aus der kleinsten Speichereinheit im Computer, dem Bit, und dem englischen Wort für Münze, Coin.
(Bundeskriminalamt: ra)


Meldungen: Nachrichten

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    Hacker können auch über Telefongeräte an sensible Daten und Dienste gelangen: Die meisten Unternehmen nutzen VoIP-Telefone, die ins Firmennetzwerk eingebunden sind. Sicherheitsforscher des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt haben in diesen VoIP-Telefonen insgesamt 40 teils gravierende Schwachstellen gefunden. Angreifer können über diese Lücken Gespräche abhören, das Telefon außer Betrieb setzen oder sich über Schwachstellen im Gerät weiteren Zugriff auf das Firmennetzwerk verschaffen. Die Hersteller der VoIP-Telefone haben die Schwachstellen mittlerweile geschlossen. Nutzern wird dringend empfohlen, die entsprechenden Updates der Geräte-Firmware einzuspielen. Weitere technische Details zu den Schwachstellen finden sich unter www.sit.fraunhofer.de/cve. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen haben die Forscher am Samstag auf der DEFCON vorgestellt, eine der weltweit größten Hackerkonferenzen.

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    Das Bundesgesundheitsministerium will die IT-Sicherheit bei niedergelassenen Ärzten verbessern. In einem Referentenentwurf sei vorgesehen, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) bis Ende März 2020 verbindliche Richtlinien zur Gewährleistung der IT-Sicherheit festlegen müssen, heißt es in der Antwort (19/11314) der Deutschen Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/10936) der FDP-Fraktion.

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