- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Erkennung bösartiger Aktivitäten erschwert


Umfrage belegt die rasche Verbreitung intelligenter Maschinen
92 Prozent der IT-Experten meinen, dass die Technologie heute für den Erfolg ihres Unternehmens entscheidend ist, 68 Prozent räumen jedoch ein, dass sie Fragen hinsichtlich Netzwerksicherheit, -zugriff und -steuerung aufwirft

- Anzeigen -





Ipswitch veröffentlichte die Ergebnisse einer unabhängigen weltweiten Befragung. Die Untersuchung wurde vom Marktforschungsunternehmen Freeform Dynamics durchgeführt und beleuchtet die Ansichten von IT-Entscheidungsträgern in Bezug auf intelligente Maschinen und Geschäftssysteme (Maschinen mit der Fähigkeit, zu lernen und Entscheidungen zu treffen). Sie gibt auch Einblicke, inwieweit die IT-Experten auf diese Entwicklung vorbereitet sind. Insgesamt beteiligten sich weltweit 521 IT-Entscheidungsträger an der Befragung - darunter 82 Experten aus Deutschland.

Der Bericht behandelt die rasante Einführung dieser Systeme und deren positiven Auswirkungen auf die Geschäftswelt sowie die potenziellen Hürden für die Nutzung auf breiter Ebene im Laufe der kommenden zehn Jahre. Der Untersuchung zufolge werden rund um den Globus bereits umfassende Investitionen in intelligente Geschäftssysteme und Automatisierung getätigt. Zu den von den Befragten genannten Haupteinsatzbereichen für Anwendungen dieser Art zählen derzeit digitale Kundenbindungssysteme (55 Prozent), Prozessautomatisierungs- und Workflow-Systeme (52 Prozent) sowie automatisierte Systeme zur Risikoüberwachung und -management (50 Prozent).

Die Umfrage ergab darüber hinaus Folgendes:

>> 42 Prozent nutzen eigenständige Apps und Bots; 32 Prozent gaben an, dies in naher Zukunft zu tun

>> 45 Prozent setzen Cognitive Computing (kognitives Rechnen) und Inferenzmaschinen ein; weitere 30 Prozent beabsichtigen, dies in naher Zukunft zu tun

>> 40 Prozent verwenden Technologien für die Verarbeitung komplexer Ereignisse (Complex Event Processing, CEP); weitere 34 Prozent planen, dies bald zu tun

>> 45 Prozent haben bereits intelligente IoT-Plattformen und -Dienste (Internet of Things, IoT) eingeführt; 34 Prozent gaben an, dass solche Technologien in der Planung sind

Dennoch Schwierigkeiten und Bedenken
Trotz der hohen Geschwindigkeit bei der Einführung dieser intelligenten Geschäftssysteme haben IT-Entscheidungsträger Schwierigkeiten damit, das vollständige Ausmaß der Risiken, Herausforderungen und Bedrohungen zu beurteilen. Als problematische Aspekte nannten die 521 Befragten Sicherheitsbedenken (33 Prozent), beschränkte finanzielle Mittel (30 Prozent) und fehlendes Know-how (24 Prozent) als größte Hürden für die Einführung und Nutzung.

Um nur ein Beispiel zu geben: Ein Fünftel der Befragten (20 Prozent) erklärte, dass das angestiegene "Rauschen" im Netzwerk die Erkennung bösartiger Aktivitäten erschwere und dass der automatisierte Zugriff auf die API System- und Anwendungsprobleme hervorrufe und unerwartete Sicherheitsrisiken verursache.

Darüber hinaus räumten mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Teilnehmer ein, dass die derzeitige Netzwerksicherheit und Zugriffsverwaltung in ihrem Unternehmen schon jetzt unzureichend sei oder verbessert werden müsse, um mit neuen intelligenten Maschinen fertig zu werden, während 72 Prozent angaben, dass Überwachung und Analyse des Netzwerkverkehrs ebenfalls einer Optimierung bedürfe. Laut 72 Prozent der Befragten gilt dies ebenso für die Sicherheits- und Zugriffsverwaltungssysteme und -protokolle ihrer Unternehmen auf Datei- und Dokumentebene.

Auswirkungen kalkulieren
Der Bericht hebt hervor, dass der Einfluss intelligenter Systeme auf die Unternehmensumgebungen für IT-Experten spürbar ist und sie mit weiteren Herausforderungen rechnen:

>> Ein Viertel geht davon aus, dass vollständig autonome selbstlernende Roboter in weniger als drei Jahren im Unternehmen unabhängig funktionieren werden; einem Drittel zufolge wird dies innerhalb von zehn Jahren passieren

>> Fehlentscheidungen, die in direkten wirtschaftlichen Schaden resultieren, und übermäßige Abhängigkeit von Maschinen, die zu Nachlässigkeit führt, wurden als aktuelle oder zukünftige Negativpunkte genannt, die angegangen werden müssen. Ein Fünftel der Befragten bestätigten eine mangelnde Überwachung durch Mitarbeiter.

>> 76 Prozent sind der Ansicht, dass diese Lösungen die IT-Abläufe vereinfachen werden, während 32 Prozent befürchten, irgendwann durch intelligente Systeme ersetzt zu werden

"Unternehmen nutzen die Transformationskraft intelligenter Systeme, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. IT-Entscheidungsträger wissen aber auch, dass diese Technologien – trotz vieler Vorteile – neue interne und externe Risiken für das Unternehmen bedeuten können", kommentiert Tony Lock, Distinguished Analyst bei Freeform Dynamic "Das Tempo der Einführung steigt und es wird nicht möglich sein, die Auswirkungen intelligenter Systeme zu ignorieren – unabhängig davon, ob Unternehmen direkt in diese Technologien investieren oder nicht."

Umfragemethode
Im Rahmen der von Ipswitch initiierten und von Freeform Dynamics konzipierten und durchgeführten Online-Umfrage wurden 521 IT-Entscheidungsträger (IT-Manager/-Leiter, Spezialisten für IT-Sicherheit, IT-Experten) in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Australien und Singapur befragt, um die Einführung sowie die Nutzung intelligenter Systeme in deren Unternehmen zu untersuchen. Zielgruppe waren Mitarbeiter in Unternehmen mit 100 bis 5.000 Beschäftigten, die in einer Reihe von Branchen (Finanzdienstleistungen, Produktion, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Hightech, Telekommunikation, Bildung und Forschung, Pharmazeutika und öffentliche Dienstleistungen) tätig sind. (Ipswitch: ra)

eingetragen: 20.06.16
Home & Newsletterlauf: 11.07.16


Ipswitch File Transfer: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Zahl der anfälligen Apps erstaunlich hoch

    Veracodes Bericht zum "State of Software Security" (SoSS) enthält vielzählige Anzeichen dafür, dass DevSecOps mehr Sicherheit und Effizienz für Unternehmen bieten. Dafür besteht in Europa allerdings noch einiges an Nachholbedarf, da die meisten untersuchten Unternehmen in europäischen Ländern bei der Behebung von Schwachstellen in ihrer Software recht schlecht abschnitten. In jeder Branche haben Unternehmen mit einem massiven Volumen an offenen Schwachstellen zu kämpfen. Neue Maßnahmen dagegen zeigen aber bereits erste positive Entwicklungen. Dem Bericht zufolge wurden 69 Prozent der entdeckten Mängel bereinigt, ein Anstieg von fast 12 Prozent gegenüber dem vorherigen Bericht. Dies zeigt, dass Unternehmen immer leistungsfähiger werden, neu entdeckte Schwachstellen zu schließen, die von Hackern ausgenutzt werden könnten.

  • M&A im Bereich Cybersecurity

    Laut Cybersecurity M&A-Marktreport des internationalen Technologieberatungsunternehmens Hampleton Partners führen ausgefeilte Daten-Hacks, die weltweit voranschreitende Digitalisierung von Unternehmen und neue Richtlinien und Vorschriften zu Rekordtransaktionsvolumina und -bewertungen bei Übernahmen und Fusionen von Cybersicherheits-Unternehmen. Es gab bis Oktober diesen Jahres 141 abgeschlossene Transaktionen - die Niveaus von 2016 und 2017 werden übertroffen. Henrik Jeberg, Direktor von Hampleton Partners, gibt Gründe für den Aufwind im Bereich Cybersecurity: "Hacking ist die neue Form der Kriegsführung gegen Unternehmen und Nationalstaaten. Die durchschnittlichen Kosten für einen einzelnen Datenverstoß betragen heute drei Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent pro Jahr, zuzüglich der Reputationsschäden, die katastrophal sein können."

  • DMARC-Implementierungsrate

    Unternehmen weltweit setzen mit DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) ein herstellerunabhängiges E-Mail-Verifikationssystem ein, das sie dabei unterstützt, E-Mail-Betrug, in dessen Rahmen Cyberkriminelle bekannte, vertrauenswürdige Domains für ihre Zwecke missbrauchen, auf relativ einfache Weise vorzubeugen. Die in Deutschland führenden Unternehmen des DAX30 verzichten jedoch in der Mehrzahl noch auf diesen Schutz. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Proofpoint. Seit Jahren verhindern viele Unternehmen weltweit Domain-basierten E-Mail-Betrug durch den Einsatz von DMARC. DMARC ist eine Art Passkontrolle in der Kommunikation via E-Mail. Es verifiziert die Identität des Absenders, indem es diesen anhand der etablierten Standards DKIM (DomainKeys Identified Mail) und SPF (Sender Policy Framework) ordnungsgemäß authentifiziert. Diese Kontrollfunktion schützt Mitarbeiter, Kunden und Partner vor Cyberkriminellen, die eine vertrauenswürdige Marke imitieren und damit den Nutzer zu unbedachten Klicks auf Links oder Dokumente animieren wollen.

  • Bruteforcing als Gefahr

    Während moderne Elektrofahrzeuge ständig auf Schwachstellen getestet werden, bleiben einige ihrer wichtigsten Zubehörteile - etwa die Batterieladegeräte - oft ungeprüft. Experten von Kaspersky Lab haben herausgefunden, dass von einem großen Anbieter gelieferte Ladegeräte für Elektrofahrzeuge (Electronic Vehicles; EV) von außen kompromittierbare Schwachstellen aufweisen. Dadurch könnten Cyberangreifer unter anderem Schäden am heimischen Stromnetz verursachen. Schon heute gehören in einigen Regionen öffentliche und private Ladestationen für Elektrofahrzeuge zum Alltagsbild. Deren wachsende Beliebtheit veranlasste die Experten von Kaspersky Lab dazu, weit verbreitete und für private Garagen gedachte Ladegeräte, die über eine Fernzugriffsfunktion verfügen, zu überprüfen.Das Ergebnis: Ein angeschlossenes Ladegerät kann im Falle einer Kompromittierung zur Gefahr für die Stromversorgung werden; auch wäre es in der Lage, das entsprechende Netzwerk zum Erliegen zu bringen. Mögliche Auswirkungen: finanzielle Verluste oder im schlimmsten Fall eine Beschädigung anderer, an das Netzwerk angeschlossener Geräte.

  • Sicheres Online-Shopping

    Ob Kreditkarteninformationen oder Zugangsdaten für Amazon und Co. - 'geldwerte' Daten sind bei Cyberkriminellen sehr beliebt. Nutzer gehen jedoch oftmals zu nachlässig mit dem Gold der Jetztzeit um. Laut einer neuen Studie von Kaspersky Lab über die digitale Sorgfaltspflicht bei Online-Transaktionen sagen 29 Prozent der in Deutschland befragten Nutzer, dass sie den Überblick über ihre digital genutzten Finanzdetails verloren haben - etwa wo sie diese hinterlegen; acht Prozent der Befragten wollen sich erst gar nicht merken, mit welchem Anbieter sie ihre Finanzdetails teilen.