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Hunderte von Datenschutzverletzungen


"Global Security Report 2016": Cybercrime als Geschäftsmodell - Mit Datendiebstahl und Datenmissbrauch lässt sich gutes Geld verdienen
Verbreitung von Schadcode über Werbeanzeigen gehört mittlerweile zum Standard-Repertoire der Cyber-Kriminellen

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Trustwave stellt ihren neuen Sicherheitsreport vor. Der "Global Security Report 2016" offenbart vor allem eines: Cybercrime ist mittlerweile ein lohnendes Geschäftsmodell geworden. Für Cyber-Kriminelle ist besonders der Diebstahl von Daten ein lukratives Geschäft, für Unternehmen wird es dagegen immer schwieriger, sich gegen die Cyber-Angriffe erfolgreich zu wehren. Das beweisen auch diese Zahlen: In 97 Studien aller Anwendungen, die Trustwave im Jahr 2015 getestet hat, hat das Sicherheitsunternehmen mindestens eine Schwachstelle entdeckt.

Für den Global Security Report 2016 hat Trustwave im Jahr 2015 sehr viele Daten gesammelt. Zum einen basieren die Daten auf Hunderten von Datenschutzverletzungen, wie sie in Unternehmen täglich vorkommen. Dafür haben die Experten des Trustwave SpiderLabs echte Daten von Unternehmen in 17 verschiedenen Ländern ausgewertet.

Dazu kamen Milliarden von Bedrohungen, die die weltweilt verteilten Trustwave Security Operation Center (SOCs) aufgespürt haben. Das ganze Jahr über analysieren hier die Sicherheitsexperten von Trustwave Milliarden von E-Mails und Millionen von Web-Transaktionen. Für den Global Security Report wurden außerdem noch die Ergebnisse von mehreren Tausend Sicherheits-Scans und Penetration-Tests ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedrohungen durch Cyber-Kriminelle kontinuierlich zunehmen. Die Angreifer sind mittlerweile ähnlich gut organisiert wie seriöse Unternehmen. Ken Wunder, denn mit Datendiebstahl und Datenmissbrauch lässt sich richtig gutes Geld verdienen - wobei die Risiken für Cyber-Kriminelle relativ gering sind. Die Urheber von Locky wurden zum Beispiel bis heute nicht gefunden, mit dem "eingesammelten" Geld dürften aber alle Beteiligten bis an ihr Lebensende ausgesorgt haben.

IT-Verantwortlichen bleibt also nichts anderes übrig bleibt, als konsequent in IT-Sicherheit und Prävention zu investieren. Der Global Security Report 2016 gibt deshalb nicht nur einen Überblick über die häufigsten IT-Bedrohungen. Mit dem Report will Trustwave Unternehmen auch einen Leitfaden in die Hand geben, der zeigt, mit welchen Maßnahmen man sich vor Cyber-Attacken wirkungsvoll schützen kann.

Die wichtigsten Fakten des Global Security Reports 2016

>> Spitzenreiter bei den Datenmissbrauchsfällen im Jahr 2015 sind die USA.
35 Studien aller von Trustwave aufgespürten Datenschutzverletzungen fanden hier statt. Mit 21 Studien folgt die Asien-Pazifik-Region auf Platz zwei, Platz 3 geht mit 12 Studien an Europa, den Mittleren Osten und Afrika, mit 10 Studien landen Lateinamerika und die Karibik auf Platz 4.

>> In 97 Studien aller getesteten Anwendungen hat Trustwave im Jahr 2015 mindestens eine Sicherheitslücke aufgespürt. Zehn Studien der Sicherheitslücken wurden dabei als sehr kritisch eingestuft.

>> Angreifer haben es immer mehr auf die Netzwerke von Unternehmen und damit verbunden auch auf Nutzerdaten wie Kreditkartendaten abgesehen. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Angriff auf Unternehmens-Netzwerke bei etwa 40, im Jahr 2014 waren es noch 18 Studien.

>> Ein beliebtes Ziel für Cyber-Kriminelle ist die Open-Source-Plattform Magento. In 85 Studien aller Fälle, in denen E-Commerce-Systeme Ziel von Angriffen waren, war Magento im Einsatz. Mindestens fünf der gefundenen Sicherheitslücken haben die Trustwave-Experten als kritisch eingestuft. Besorgniserregend ist, dass bei den meisten der betroffenen Systemen keine Sicherheits-Patches eingespielt wurden und die Systeme nach wie vor leicht angreifbar sind.

>> In 59 Studien aller Fälle merkten die Opfer nichts von den erfolgreichen Angriffen. Hier hat sich die Zahl der entdeckten Angriffe zwar von 19 Studien im Jahr 2014 auf 41 Studien erhöht. Doch nur wer schnell genug eine Bedrohung erkennt und die Sicherheitslücke schließt, hat den Hauch einer Chance, einen Angriff ohne den Diebstahl von Daten zu überstehen. Bei Unternehmen und Organisationen, die den Angriff selbst entdeckten, lagen im Jahr 2015 zwischen Angriff und Schließen der Sicherheitslücke immer noch 15 Tage, bei Unternehmen und Organisationen, die von externen Quellen wie IT-Security-Dienstleistern auf die Cyber-Attacke hingewiesen wurden, vergingen dagegen 168 Tage, bis die Sicherheitslücke geschlossen wurde.

>> Das Verbreiten von Schadcode über Werbeanzeigen (Malvertising) gehört mittlerweile zum Standard-Repertoire der Cyber-Kriminellen. Dabei infiltrieren diese ganz normale (und populäre) Webseiten mit Exploit-Kits, die sich in Werbe-Anzeigen tarnen. Die Exploit-Kits testen die Rechner der Webseiten-Besuche auf vorhandene Sicherheitslücken und installieren bei einem positiven Befund über diese Sicherheitslücken Schad-Software, beispielsweise Krypto-Trojaner, auf dem System. Beim bekannten RIG Exploit-Kit (das prominenteste Exploit-Kit des Jahres 2014 und das drittprominenteste des Jahres 2015) stammten etwa 90 Studien des gesamten Traffics aus verseuchten Anzeigen.

>> Eine weitere große Bedrohung erwächst aus Spam-Mails. Besonders bei Spam-Nachrichten, in denen pharmazeutische Produkte beworben werden, ist oft Schad-Code enthalten. Die Zahl hat sich zwar von 75 Studien im Jahr 2014 auf 39 Studien im Jahr 2015 verringert - dafür gibt es ein Wachstum in anderen "Branchen". So enthalten etwa 30 Studien aller Spam-Mails, die im Zusammenhang mit Online-Dating-Sites und Erwachsenen-Produkten stehen, mittlerweile bösartigen Code - im Jahr 2014 waren es nur 6 Studien. Insgesamt enthielten 5 Studien aller von Trustwave im Jahr 2015 untersuchten Spam-Mails Schad-Software, die Tendenz für das Jahr 2016 zeigt eher nach oben (s. Trustwave SpiderLabs: Fast jede 5. Spam-Mail enthält den Krypto-Trojaner Locky).
(Trustwave: ra)

eingetragen: 29.04.16
Home & Newsletterlauf: 19.05.16


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Meldungen: Studien

  • Verschlüsselungstrends in Deutschland

    nCipher Security, ein Unternehmen der Entrust Datacard und Anbieter von Lösungen zur Kontrolle geschäftskritischer Informationen und Anwendungen, stellte die Ergebnisse ihrer in Auftrag gegebene internationalen Studie "Global Encryption Trends Study 2019" vor. Das zentrale Ergebnis: Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

  • Streng kontrollierter Zugriff

    Pulse Secure, Anbieterin von Softwarelösungen für die Zugriffskontrolle, untersucht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "2019 State of Enterprise Secure Access" Cyberbedrohungen, Lücken in Sicherheitsstrategien und Sicherheitsinvestitionen - Herausforderungen, mit denen sich alle Unternehmen bei der Einführung eines Hybrid-IT-Modells befassen müssen. Bei der Umfrage unter Großunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA zeigte sich, dass der Zero-Trust-Ansatz aufgrund zunehmend gravierender Cyberangriffe immer beliebter wird. Der streng kontrollierte Zugriff auf Multicloud-Ressourcen, Anwendungen und sensible Daten soll für ununterbrochene Produktivität sorgen und das Geschäftsrisiko senken.

  • Bedrohungslage durch Hacker ernst

    Eine aktuelle Studie von NTT Security zeigt, dass europäische Unternehmen deutlichen Nachholbedarf beim Schutz vor Cyberbedrohungen haben: Mit einem Reifegrad der IT-Sicherheit* von 1,42 von fünf Punkten lagen sie 2018 unter dem generell niedrigen Wert von 1,45 im globalen Durchschnitt. Die Unterschiede besonders zwischen den Branchen sind groß, Vorreiter ist der Technologiesektor, während die Finanzindustrie hinterherhinkt. Safety first? Obwohl weltweit die Bedrohungslage durch Hacker immer weiter zunimmt, ist ein Großteil der Unternehmen in Europa nicht in der Lage, Systeme und Daten effektiv zu schützen. So schnitten europäische Firmen auf der Reifeskala IT-Sicherheit des aktuellen Global Threat Intelligence Report von NTT Security nur unterdurchschnittlich ab - und liegen deutlich hinter der Spitzenregion Naher Osten-Afrika, die im Durchschnitt einen Wert 1,77 erreichten.

  • Zentrale Komponente: Privileged Access Security

    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

  • Umfrage: Security-as-a-Service boomt

    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.