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Maximaler Ertrag mit gezielten Ransomware-Angriffen
Die Spezifikationen einer zielgerichteten Ransomware-Attacke entwickeln sich mit der Zeit, variieren von Hacker-Gruppe zu Hacker-Gruppe und lassen sich an jedes individuelle Ziel anpassen

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Cyber-Kriminelle entwickeln ihre Angriffe immer raffinierter. Hat man früher nach dem Gießkannen-Prinzip einfach mal breit zugeschlagen, trifft es heute ausgewählte Ziele. Dabei gibt es typische Vorgehensweisen – Sophos zeigt auf, wie diese aussehen, woran man sie typischerweise erkennt und was sinnvolle Maßnahmen zum Schutz sein können.

Im Jahr nach WannaCry und NotPetya – seinerzeit hielten weltweite Ausbrüche innerhalb von nur Stunden Unternehmen und Medien in Atem – hat Ransomware sich leise weiter entwickelt und kommt heute als zunehmend raffiniertes Angriffszenario auf Unternehmen zu.

Die "herangewachsenen" Ransomware-Attacken zeichnen sich dadurch aus, dass sie individuell, lukrativer und diffiziler zu stoppen sind. Zudem zeigen sie verheerendere Wirkung auf ihre Opfer, als jene Attacken, die auf Email oder Exploits zur Verbreitung setzen. Und die Angriffe sind derart gestaltet, dass sie leicht zu reproduzieren sind.

Der Vorteil gezielter Attacken? Geld. Viel mehr Geld.
WannaCrys Vertrauen auf ein Exploit – gestohlen von der NSA – machte seinen Erfolg schwer zu replizieren. Zugleich hinterließ WannaCry zahllose Kopien seiner Schadsoftware – bereit zur Analyse von Forschung und Sicherheitsfirmen. Das ist Schnee von gestern: Die Kriminellen hinter den neuen gezielten Ransomware-Attacken verlassen sich auf Taktiken, die erfolgreich wiederholt werden können, verwenden Werkzeuge, die sich einfach ersetzen lassen und nutzen Ransomware, die schwer zu untersuchen ist und die eigenen Spuren verwischen kann. Während der Fußabdruck einer solchen gezielten Attacke dabei zwar winzig ist im Vergleich zu einer Spam-Kampagne oder einem Massenangriff, lässt sich hiermit mehr Geld vom Opfer erpressen, als alle WannaCry-Angriffe zusammen.

Die Anatomie eines gezielten Ransomware-Angriffs
Die Spezifikationen einer zielgerichteten Ransomware-Attacke entwickeln sich mit der Zeit, variieren von Hacker-Gruppe zu Hacker-Gruppe und lassen sich an jedes individuelle Ziel anpassen. Nichtsdestotrotz zeigen alle auffallend ähnliche Strukturen.

In einem typisch gezielten Angriff wird ein krimineller Hacker:

1. sich mithilfe eines schwach gesetzten RDP (Remote Desktop Protocol) Passwortes Zugang zum System verschaffen.

2. Seinen Zugang mit vollen Rechten nutzen, um die Sicherheitssoftware zu umgehen.

3. Ransomware zum Laufen bringen und verbreiten, um die Dateien des Opfers zu verschlüsseln.

4. Eine Notiz mit Zahlungsaufforderung gegen Befreiung der Daten hinterlassen.

5. Auf Antwort des Opfers warten – via Email oder Dark Web-Webseite.

Die Gemeinsamkeit zwischen den Angriffen und den Angreifern selbst ist nicht das Ergebnis von Koordination, sondern von Fokussierung auf die Methode, die verlässlich funktioniert, und den Kriminellen gigantisch hohe Auszahlungen einbringt. Bei SamSam beispielsweise sind 50.000 US-Dollar in Bitcoins eine übliche Summe. Die Analyse von BitPaymer (einer der mysteriösesten und am höchsten entwickelten Ransomware) enthüllt alleine im letzten Monat ein "Einkommen" von mindestens 1 Million US-Dollar.

Die Übereinstimmung erstreckt sich hierbei sogar bis in Details wie "Heute Spezialangebot": während die Lösegeldzahlungen signifikant variieren, eröffnen die Angreifer von Dharma (auch bekannt als Crysis), SamSam und BitPaymer ihren Opfern die Möglichkeit, ein oder zwei Dateien kostenlos zu dechiffrieren. Ein Beleg der Hacker ähnlich dem "Lebendbeweis" tatsächlicher Kidnapper.

Was ist zum eigenen Schutz zu tun?
"Auch wenn die Angreifer immer skrupelloser und die Attacken immer diffiziler werden, gilt heute genau wie gestern und in Zukunft: bevor man mit Sondertools um die Ecke kommt und wild alles durcheinander installiert: Schaffen Sie sich eine solide Grundlage, achten Sie auf regelmäßige Aktualisierungen und dann stocken Sie auf, wo es für Ihre Bedürfnisse nötig ist", empfiehlt Michael Veit, Security Evangelist Sophos.

Im Einzelnen bedeutet das:
>> RDP verschließen und einem strikten Patching-Protocol für das eigene Betriebssystem und die laufenden Programme folgen.
>> Ein Mehrschichtiges Sicherheitssystem verwenden, das es dem Angreifer schwierig macht, alle Hürden zu überwinden.
>> Ein gut segmentiertes Netzwerk mit nach Notwendigkeit eingerichteten Rechten (Gäste, die das W-Lan zu Besuch nutzen, benötigen keine Admin-Rechte, es reicht ein einfacher Gast-Account) aufbauen
>> Regelmäßige Backups auf externen Systemen durchführen.
(Sophos: ra)

eingetragen: 07.10.18
Newsletterlauf: 07.11.18

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Meldungen: Tipps & Hinweise

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  • Tipps zur Reduzierung der Insider-Bedrohung

    Nicht nur Cyber-Attacken, sondern auch Insider-Angriffe stellen für Unternehmen nach wie vor eine erhebliche Sicherheitsgefahr dar. CyberArk gibt fünf Empfehlungen, wie ein Unternehmen Insider-Angriffe erkennen und die kostspieligen Folgen verhindern kann. Viele Unternehmen haben die "Bedrohung von innen" mittlerweile erkannt und ihre Schutzmaßnahmen entsprechend verstärkt. Dabei konzentrieren sie sich in erster Linie auf böswillige Insider, die allerdings nicht ausschließlich für Sicherheitsvorfälle verantwortlich sind, auch Unachtsamkeiten der Mitarbeiter müssen ins Kalkül gezogen werden.

  • "Unbekannte Quellen" als Dauerübel

    Apple will ihre Entwickler dazu verpflichten, eine Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) zu verwenden, um dem Handel mit Entwicklerzertifikaten und damit einem Einfallstor für schadhafte Apps entgegenzuwirken. Michael Veit, Security Evangelist bei Sophos, mit einem Kommentar zu dieser Vorgehensweise. Es ist noch nicht lang her, dass sich die beiden Giganten Apple und Facebook über eine App Namens "Facebook Research" in den Haaren lagen. Diese Applikation war nicht für den generellen Gebrauch entwickelt worden - in der Tat war es sogar so, dass Facebook die App gar nicht Jedermann zugänglich machen konnte: im App Store war sie nämlich gar nicht zugelassen, zu viel Schnüffelpotenzial. Unter anderem spähte sie in den Traffic einiger (oder aller) Netzwerke von anderen Apps - Ziel: Facebook verbessern durch tiefere Einblicke in das Onlineverhalten der Nutzer.

  • Schutzniveau stärker als die Bedrohungslage

    Internetnutzer sind sich der Gefahren im Internet mehr oder minder bewusst. Das geht aus dem aktuellen Sicherheitsindex 2018 von Deutschland sicher im Netz e. V. hervor. Die Studie zeigt dabei: Obwohl sich die Anzahl erlebter Cyber-Kriminalitätsfälle wie Phishing, Cyber-Mobbing, Online Shop-Betrug oder Erpressung kaum verändert hat, steigt die Verunsicherung der Verbraucher im Internet. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW eindringlich aufmerksam und betonen, dass insbesondere das Öffnen von E-Mail-Anhängen, der Austausch vertraulicher Inhalte, Bankgeschäfte im Internet, das Herunterladen von Software sowie Dating-Anwendungen große Sorgen und Verunsicherung bereiten. Für die Studie wurde die digitale Sicherheitslage deutscher Internetuser untersucht. Der durch einen Vergleich von Bedrohungslage und Schutzniveau ermittelte DsiN-Sicherheitsindex liegt dabei bei 60,9 Punkten.

  • Sicherheitslücke in 5G ausnutzen

    Kaum laufen die ersten Tests der neuen 5G-Netzwerke, schon melden sich erste Stimmen, die gewisse Sicherheitslücken beanstanden. Die Security in 5G, genannt 5G AKA (Authentication and Key Agreement) baut auf den AKA-Protokollen der 3G- und 4G-Technologie auf. Eines der Probleme der älteren Protokolle ist, dass 3G- und 4G-Geräte leicht mit Fake-Basisstationen überwacht werden können, sogenannten IMSI Catcher (International Mobile Subscriber Identity Catcher), auch StingRays genannt. Dabei verbindet sich das Mobilgerät automatisch mit den betrügerischen Basisstationen, da die GSM-Technologie immer das naheste und stärkste Netz priorisiert. Ist ein solches in der Umgebung, bemerkt es der Anwender vermutlich nicht, wenn sich das Mobilgerät mit der Fake-Basisstation verbindet.