- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Hintergrund

Phishing-Versuch mit Verbindungen zu APT29


FireEye-Report: Verdacht auf APT29-Phishing-Attacke, die sich als U.S. Department of State ausgibt
APT29 ist bekannt dafür, innerhalb von wenigen Stunden nach der ersten Gefährdung sich weiter auszubreiten

- Anzeigen -





FireEye hat einen Report vorgestellt, der Daten zu einem gezielten Phishing-Versuch mit Verbindungen zu APT29 beinhaltet. Der Bericht bezieht sich auf Daten, die FireEye erstmals am 14. November 2018 entdeckt hat.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Reports umfassen:

• >> FireEye hat Bestrebungen aufgedeckt, bei denen Angreifer versuchten, in verschiedene Branchen einzudringen, darunter Think-Tank, Strafverfolgung, Medien, US-Militär, Transport, Pharmazie, nationale Regierung und Verteidigungsaufträge.

• >> Die Versuche beinhaltete eine Phishing-E-Mail, die vorgab, vom U.S. Department of State zu stammen – einschließlich Links zu ZIP-Files mit bösartigen Windows Shortcuts, die Cobalt Strike Beacon beinhalteten.

• >> Gleiche technische Merkmale: Taktiken, Techniken und Vorgehensweisen (TTPs), sowie das Targeting geben Anlass dazu, diese Aktivitäten aufgrund bereits beobachteter Aktivitäten APT29 zuzuordnen.

• >> APT29 ist bekannt dafür, innerhalb von wenigen Stunden nach der ersten Gefährdung sich weiter auszubreiten.

Der Report zeigt hauptsächlich die Gründe dafür auf, warum die Kampagne vermutlich APT29 zugeordnet werden kann. Dabei wurden auch neue Daten ermittelt:

>> Er gibt einen Einblick, warum – sollte es sich um APT29 handeln – diese Aktivität so beunruhigend ist, da sie dann wahrscheinlich Teil einer größeren Operation ist. Vor allem, weil APT29 dafür bekannt ist, sich innerhalb von wenigen Stunden nach der ersten Gefährdung weiter auszubreiten.

>> Er gibt Ratschläge, warum oder wann diese Zuordnung eine Rolle spielt und wann sie weniger wichtig ist: "Für Netzwerkverteidiger sollte die Frage, ob diese Aktivität von APT29 durchgeführt wurde oder nicht, zweitrangig sein. Im Fokus steht, den vollen Umfang des Eindringens richtig zu untersuchen, was von entscheidender Bedeutung ist, wenn die schwer fassbaren und irreführenden APT29-Betreiber tatsächlich Zugang zu Ihrer Umgebung hatten.

>> Er bietet eine Timeline, die die Planung der Attacke von mindestens einen Monat im Voraus bis zur Attacke am 14. November zeigt.

>> Er geht TTP sowie Überschneidungen beim Targeting bei dieser Attacke und APT29 auf dem Grund und erklären die Vorbehalte bei dieser Analyse.

>> Er liefert bisher nicht öffentliche technische Daten aus E-Mails, Einblicke in die Angreifer-Infrastruktur und neue Metadaten aus der Phishing-Payload sowie der ursprünglichen Backdoor.

>> Schließlich stellt er Indikatoren vor, die auf einen Kompromiss schließen lassen, basierend auf den Beobachtungen von FireEye.
(FireEye: ra)

eingetragen: 21.11.18
Newsletterlauf: 06.12.18

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Malware will gar keine Adminrechte

    Die Autoren der GandCrab-Ransomware versuchen, ihre Malware mit dem geringst möglichen Entwicklungsaufwand zu installieren. Dazu konfrontieren sie Nutzer unter anderem mit 100 Dialogen zum Wegklicken und verzichten auf eine dauerhafte Installation im System, wie eine G Data-Analyse zeigt. Auch Malware-Autoren versuchen, ihren eigenen Schadcode möglichst effizient zu gestalten. So verzichten sie auf unnötige Funktionen und minimieren den Aufwand, um die notwendigen Berechtigungen zu bekommen, wie eine detaillierte Analyse des G Data Analysten Robert Michel zeigt. Er hat sich die Ransomware GandCrab in Version 4.3 genauer angeschaut und seine detaillierten Erkenntnisse auf dem Blog der Tochterfirma G Data Advanced Analytics veröffentlicht. Bereits im September hatte G Data über eine professionelle Kampagne gegen Personalabteilungen berichtet, die die entsprechende GandCrab-Version nutzt.

  • Wie kann Linux/Chalubo-A entdeckt werden?

    Im August dieses Jahres hat sich ein neues Botnetz auf den Weg gemacht und attackiert schlecht gesicherte SSH-Server. SophosLabs hat sich das unter dem Namen Chalubo oder auch ChaCha-Lua-bot aktive Schadprogramm näher angeschaut und herausgefunden, dass es die riesige Anzahl globaler Linux-Server angeht, die SSH (Secure Shell) für Remote-Administration nutzen. Dazu gehört heutzutage auch die ständig wachsende Anzahl an IoT-Geräten. Chalubo scannt dazu im großen Stil IP-Adressen und sucht nach Geräten, die SSH auf Port 22 verwenden. Die gefundenen "Opfer" werden dann per Brute Force angegangen, indem Standard- oder schwache Passwörter durchprobiert werden. Das ultimative Ziel der Hacker ist es dabei, Malware auf die Geräte herunterzuladen und auszuführen. Dadurch können zu einem beliebigen Zeitpunkt DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) per DNS, UDP oder SYN Flood gestartet werden.

  • Entschlüsselungs-Tools - spektakulärer Durchbruch

    Bitdefender hat ein Entschlüsselungswerkzeug für neueste Versionen der Erpressungs-Software GandCrab veröffentlicht. GandCrab ist die Ransomware, die sich derzeit weltweit am schnellsten ausbreitet. Bitdefender, ein führendes, weltweit tätiges Cybersecurity-Unternehmen, das über 500 Millionen Systeme weltweit schützt, zeigt sich entschlossen, auch in Zukunft seine Innovationskraft zum Nutzen der Internetuser in aller Welt einzusetzen. Das Tool wurde in enger Zusammenarbeit mit Europol, der rumänischen Polizei sowie mit Unterstützung des FBI und anderen Strafverfolgungsbehörden entwickelt. Es ermöglicht es den Betroffenen, verschlüsselte Informationen zurückzuerhalten, ohne dass zweistellige Millionenbeträge als Lösegeld an Hacker fließen. Das neue Werkzeug kann nun Daten entschlüsseln, die von den Versionen 1, 4 und 5 der GandCrab-Malware verschlüsselt wurden, sowie sämtliche Versionen der Ransomware, die gegen eine begrenzte Anzahl von Opfern in Syrien eingesetzt wurden.

  • Gefährliche PowerShell-Payload

    Experten von Kaspersky Lab haben eine große Operation des Bedrohungsakteurs " Muddy Water"entdeckt, der es nun zusätzlich zu den ursprünglichen Zielen im Irak und in Saudi-Arabien 2017 auf Regierungseinrichtungen und andere Organisationen in Jordanien, der Türkei, Aserbaidschan, Pakistan und Afghanistan abgesehen hat; zudem gab es Zielobjekte in Österreich. Die Malware wird über eine hochgradig personalisierte Spear-Phishing-Kampagne verbreitet - über Office-Dokumente und einer Aufforderung an potentielle Opfer, eingebettete Makros zu aktivieren. Die Angriffe dauern an. Bei Muddy Water handelt es sich um einen relativ neuen Bedrohungsakteur, der zum ersten Mal im Jahr 2017 mit einer Kampagne gegen Regierungsziele im Irak und in Saudi-Arabien in Erscheinung trat. Anfang dieses Jahres entdeckten die Experten von Kaspersky Lab Spear-Phishing-E-Mails, die auf deutlich mehr Länder abzielten als bisher für diesen Bedrohungsakteur bekannt. Die Kampagne erreichte ihren Höhepunkt im Mai und Juni 2018, ist aber immer noch aktiv.Der Inhalt der Spear-Phishing-E-Mails deutet darauf hin, dass die Hauptziele Regierungs- und Militäreinheiten, Telekommunikationsunternehmen und Bildungseinrichtungen sind.

  • Eher maßgeschneiderte Malware

    Das Threat Research Team von Cylance unter der Leitung von Tom Bonner, Director of Threat Research, und mit Unterstützung von Marta Janus, Threat Research Manager, wird in Kürze ein neues technisches Whitepaper zur OceanLotus Malware veröffentlichen. Das Whitepaper beschreibt sämtliche Remote Access Trojaner, die mit der OceanLotus/APT32 Gruppe in Verbindung gebracht werden und gibt Einblicke in die unterschiedlichen von der Gruppe angewendeten Taktiken, Techniken und Methoden ebenso wie Hinweise dazu wie man den Befall erkennen kann (anhand von 120 Malware Samples). Die Analysen des Threat Research Team bestätigen dabei zum einen existierende Untersuchungen und machen darüber hinaus weitere Informationen zu erst kürzlich veröffentlichter Schadsoftware verfügbar. Gemeint sind Roland und das CamCapture Plugin. Neue, zuvor noch nicht besprochene Malware-Varianten zeichnen sich dabei durch Hintertüren aus, die gezielt auf individuelle Ziele hin entwickelt worden sind. Wie schon bei zurückliegenden APT32-Kampagnen richten sich die Angriffe gegen Industrie, bestimmte Branchen, aber auch Nationalstaaten.