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5.143.784 neue Schadprogrammtypen 2015


Massive Angriffswelle durch Banking-Trojaner
Durch Spam-Mails, mit fingierten Rechnungen oder angeblichen Steuerrückzahlungen die Empfänger in die Falle locken

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51 Prozent der Deutschen haben im Jahr 2015 ihre Bankgeschäfte online erledigt. Ende des Jahres verzeichneten die G Data SecurityLabs massive Angriffe durch den Banking-Trojaner Dridex, der durch die G Data Technologie "BankGuard" abgewehrt wurde. Die Kriminellen hinter Dridex versuchten durch Spam-Mails, mit fingierten Rechnungen oder angeblichen Steuerrückzahlungen die Empfänger in die Falle zu locken. Insgesamt hatten die Angriffe durch Banking-Trojaner als Hauptziel den anglophonen Sprachraum: 80 Prozent aller identifizierten Ziel-Seiten stammen aus englischsprachigen Ländern.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2015 machte es zunächst den Anschein, als wenn Angriffe durch Banking-Trojaner deutlich abnehmen würden. Der zuvor dominante Swatbanker aus der Cridex-Gruppe verschwand fast vollständig von der Bildfläche. Im Dezember hat der Banking-Trojaner Dridex mit massenhaft versendeten E-Mails mit angeblichen Rechnungen für eine enorme Angriffswelle gesorgt.

Im zweiten Halbjahr 2015 verzeichneten die Experten der G Data SecurityLabs insgesamt 2.098.062 neue Signaturvarianten. Mit 5.143.784 liegt die Gesamtzahl der neuen Schaddateien 2015 nur knapp unter dem Wert von 2014. Nach rasanten Anstiegen im zweiten Halbjahr 2014 und in der ersten Jahreshälfte 2015 scheinen die Ausschläge aufgehört zu haben. (G Data: ra)

eingetragen: 20.04.16
Home & Newsletterlauf: 10.05.16


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Meldungen: Statistiken

  • Krypto-Miner überflügeln Ransomware

    Im Jahr 2018 ist die Anzahl bösartiger Krypto-Mining-Software um 83 Prozent gestiegen, wie ein aktueller weltweiter Report von Kaspersky Lab zeigt. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres konnten bereits über 5 Millionen Online-Attacken verzeichnet werden. Im gleichen Zeitraum waren es im Vorjahr noch 2,7 Millionen. Laut Kaspersky Lab ist dieser Krypto-Goldrausch unter Cyberkriminellen insbesondere auf die Installation und Verwendung nicht lizenzierter Software und Inhalte durch Nutzer zurückzuführen. Damit überflügeln schädliche Krypto-Miner sogar Ransomware, die Hauptbedrohung der vergangenen Jahre.

  • Backdoor-Programme & Ransomware-Trojaner

    Fernzugriff und Erpressung - dafür wurden die meisten der bisher im Jahr 2018 neu entdeckten Schadprogramme entwickelt. So stieg laut des Jahresstatistikberichts von Kaspersky Lab der Anteil von Backdoor-Programmen, über die sich Angreifer heimlich Zugriff auf ein Gerät verschaffen können, im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent an (von 2.272.341 in 2017 auf 3.263.681 in 2018); der Anteil neu entdeckter Ransomware-Dateien erhöhte sich ebenfalls signifikant: um 43 Prozent (von 2.198.130 in 2017 zu 3.133.513 in 2018). Laut der Kaspersky-Analyse war weltweit jeder dritte Computer (30,01 Prozent) 2018 mindestens einmal von einer bösartigen Online-Bedrohung betroffen. Insgesamt konnten die Cybersicherheitsexperten bis Oktober 2018 täglich 346.000 neue schädliche Dateien identifizieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es noch 70.000 neue gefährliche Dateien pro Tag; dies entspricht einer Verfünffachung innerhalb von sieben Jahren. 2017 entdeckten die Erkennungstechnologien von Kaspersky Lab 360.000 Schädlinge täglich.

  • WannaCry: Totgesagte leben länger

    Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage fürchtet sich jeder dritte Internet-Nutzer (34 Prozent) vor Ransomware. Dass diese Angst durchaus berechtigt ist, zeigt eine aktuelle Kaspersky-Studie zu den Bedrohungen im dritten Quartal 2018: Die Anzahl durch Ransomware angegriffener Nutzer stieg im dritten Quartal um zwei Drittel von 158.921 auf 259.867 an. Fast ein Drittel (28,7 Prozent) dieser Attacken ist auf WannaCry zurückzuführen, insgesamt infizierten sich 74.621 Nutzer weltweit damit. Obwohl die WannaCry-Epidemie bereits eineinhalb Jahre zurückliegt und Windows zwei Monate vor den ersten Attacken einen Patch veröffentlichte, der die Sicherheitslücken des Betriebssystems schließen sollte, infizieren sich Nutzer bis heute weiterhin mit dieser Ransomware.

  • LokiPWS weiter auf dem Vormarsch

    Blueliv legte ihre neueste Quartalsanalyse zu Anmeldedaten-Diebstahl vor. Der ursprüngliche Bericht, The Credential Theft Ecosystem, wurde im Juni 2018 veröffentlicht. Laut der von Blueliv erhobenen Daten stieg im dritten Quartal 2018 (Juni bis August) die Anzahl von Vorfällen gestohlener Anmeldedaten durch Botnets mit Standort in Nordamerika im Vergleich zum vorigen Quartal (März bis Mai) um 141 Prozent an. Gleichzeitig beobachtete Blueliv beim Anmeldedaten-Diebstahl in Europa und Russland einen Rückgang um 22 Prozent und in asiatischen Ländern sogar um 36 Prozent. Dieser Trend lässt darauf schließen, dass Cyberkriminelle in den Sommermonaten in der nordamerikanischen Region einige durchaus profitable Kampagnen durchgeführt haben.

  • Steigendes Internetkriminalitätsniveau

    ThreatMetrix hat aktuell für den Spiele- und Wettsektor in ihrem Q2 2018 Gaming & Gambling Report Einsichten zum Thema Internetkriminalität veröffentlicht. Der Report basiert auf einer Analyse von 91 Mio. Transaktionen im Zeitraum von April bis Juni 2018 im Digital Identity Network, dem größten Speicherort von globalgeteilter Intelligenz. Der ThreatMetrix Cybercrime Report wird aufgrund der umfangreichen Transaktionen, die global analysiert werden, als zuverlässiges Barometer für globale Internetkriminalitätsmuster angesehen. Der tiefe Einblick in die Branche offenbarte, dass Identitäts-Spoofing mit gestohlenen Identitätsdaten der meistverbreitete Angriffsvektor in der Spiele- und Wettbranche ist. Dabei zeigt sich auch ein deutlicher Zuwachs an lokalen (IP) Spoofing-Angriffen.