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Steigende Infenktion durch Ransomware


"Verizon 2016 Data Breach Investigations Report": Cyberkriminelle nutzen menschliche Schwächen aus
Ziel ist es zu verstehen, wie Cyberkriminelle arbeiten: Durch die Einblicke in ihre Methoden besser in der Lage sein, Angriffe zu erkennen, zu verhindern und darauf zu reagieren

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Cyberkriminelle nutzen auch weiterhin menschliche Schwächen aus: Laut dem Verizon 2016 Data Breach Investigations Report bleiben bekannte Angriffsmuster wie Phishing sowie die steigende Nutzung von Ransomware aktuelle Trends. Der diesjährige Bericht identifiziert wiederkehrende Aspekte aus den vorangegangenen Jahren und Handlungsmuster, die darauf abzielen, den menschlichen Faktor gezielt ausspielen:

>> 89 Prozent aller Angriffe haben finanzielle Gründe oder gehen auf Spionageabsichten zurück.

>> Die meisten Attacken nutzen bekannte Sicherheitslücken, die von Unternehmen nicht gesichert wurden, obwohl es hierfür seit Monaten oder Jahren entsprechende Software-Patches gibt. So basieren 85 Prozent der erfolgreich durchgeführten Angriffe auf den zehn bekanntesten Sicherheitslücken.

>> Bei 63 Prozent der bestätigten Datenpannen sind schwache, standardmäßig vergebene oder gestohlene Passwörter im Spiel.

>> 95 Prozent der Datendiebstähle und 86 Prozent der Sicherheitsvorfälle lassen sich neun Mustern zuordnen.

>> Angriffe mit Ransomware nehmen weiter zu – seit 2015 stieg die Anzahl um 16 Prozent.

>> In zahlreichen Organisationen fehlt es nach wie vor an grundlegenden Abwehrmaßnahmen.

"Der Data Breach Investigations Report (DBIR) gewinnt zunehmend an Bedeutung für Unternehmen, Strafverfolgung und Regierungsstellen. Dies zeigt, wie wichtig es für diese Einrichtungen ist, der Cyberkriminalität einen Schritt voraus zu sein", sagt Chris Formant, President of Verizon Enterprise Solutions. "Die Zusammenarbeit und Beiträge, die von Unternehmen weltweit in den DBIR einfließen, sind heute – mehr als jemals zuvor – notwendig, um die Bedrohungslage zu verstehen. Und Verständnis ist der erste Schritt, um die Gefahren adressieren zu können."

Phishing bereitet die meisten Sorgen
Ein Bereich hat gegenüber dem letzten Jahr geradezu dramatisch zugelegt: Mails von betrügerischen Quellen oder kurz Phishing. Alarmierende 30 Prozent solcher Phishing-Nachrichten wurden geöffnet – 2015 waren es noch 23 Prozent. Bei 13 Prozent davon wurden die schädlichen Anhänge oder Links geöffnet, sodass Cyberkriminelle über Malware in den Unternehmensnetzen Fuß fassen konnten.

In den vergangenen Jahren war Phishing nur bei Cyber-Spionage eines der führenden Angriffsmuster. Dem Bericht von 2016 zufolge ist Phishing nunmehr bei sieben der neun Vorfallsmuster anzutreffen. Die Technik ist erstaunlich effektiv und bietet etliche Vorteile. So kann der Angreifer kurzfristig zuschlagen und ist in der Lage, gezielt Einzelpersonen und spezielle Organisationen ins Visier zu nehmen.

Zur Liste der menschlichen Fehler gesellen sich jene Nachlässigkeiten, die von Organisationen selbst begangen werden. Unter der Rubrik "Verschiedene Fehler" rangieren diese Muster an erster Stelle der im diesjährigen Report erfassten Sicherheitsvorfälle. Bei ganzen 26 Prozent davon wurden sensible Informationen an die falsche Person verschickt. Weitere Fehler dieser Kategorie: unsachgemäße Entsorgung von Firmendaten, falsch konfigurierte IT-Systeme sowie verlorene oder gestohlene Geräte wie Laptops und Smartphones.

"Eigentlich lassen sich unsere Erkenntnisse auf einen gemeinsamen Nenner bringen – den Faktor Mensch", sagte Bryan Sartin, Executive Director des Verizon RISK Teams. "Trotz Fortschritten bei der Informationssicherheit sowie bei Lösungen zur Erkennung von Cyberangriffen werden nach wie vor die gleichen Fehler gemacht, wie wir sie nun schon seit fast einem Jahrzehnt beobachten. Wie passt das zusammen?"

Sorgen bereitet den Sicherheitsforschern von Verizon das Tempo, mit dem Cybercrime-Angriffe umgesetzt werden. In 93 Prozent der Fälle gelang es den Angreifern in nur wenigen Minuten oder noch kürzerer Zeit, um ein System zu kompromittieren. Auch um Daten herauszufiltern, waren in 28 Prozent der Fälle nur einige Minuten nötig.

Wie schon im letztjährigen Bericht spielten die Gefährdung mobiler Endgeräte und von IoT-Geräten (Internet der Dinge) eine untergeordnete Rolle. Wie der Bericht 2016 allerdings feststellt, sind Machbarkeitsstudien durchaus real, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine groß angelegte Datenverletzung sich auf mobile und IoT-Geräte auswirkt. Organisationen sollten daher ihre mobilen Geräte sorgfältig schützen.

Weiter geht aus dem Bericht hervor, dass Angriffe auf Web-Anwendungen es auf Platz 1 der Datenverletzungen geschafft haben. 95 Prozent der Web-App-Attacken erfolgten aus finanziellen Motiven.

Dreigeteilte Angriffe auf dem Vormarsch
Der diesjährige Report vermeldet außerdem den Aufstieg einer neuen, dreigeteilten Angriffsform, die erfolgreich permanent wiederholt wird. Viele Organisationen werden Opfer dieser Attacken:

>> Zunächst wird eine Phishing-Mail mit einem Link zu einer schädlichen Website oder mit schädlichem Anhang verschickt.

>> Auf diesem Weg gelangt Malware auf das Endgerät des Betroffenen, die sich zunächst dort einnistet. Mit zusätzlicher Schad-Software können geheime und interne Informationen ausgespäht werden, die dann gestohlen (Cyberspionage) oder gekapert werden. In vielen Fällen stiehlt die Malware durch Key-Logging die Zugangsdaten zu verschiedenen Anwendungen.

>> Diese Informationen werden dann beispielsweise verwendet, um sich auf Webseiten Dritter wie Banking- oder Shopping-Portale einzuloggen.

"Ziel ist es zu verstehen, wie Cyberkriminelle arbeiten", sagte Sartin. "Durch die Einblicke in ihre Methoden sind wir besser in der Lage, Angriffe zu erkennen, zu verhindern und darauf zu reagieren."

Bericht 2016 bestätigt erneut: Auf die Grundlagen kommt es an
Die Forscher stellten fest, dass sorgfältig umgesetzte Vorsichtsmaßnahmen nach wie vor wichtiger sind als komplexe Systeme:

>> Informieren Sie sich, welche Angriffsmuster in Ihrer Branche am gebräuchlichsten sind.

>> Setzen Sie für Ihre Systeme Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Bringen Sie Ihre Anwender dazu, Zwei-Faktor-Authentifizierung auch dann einzusetzen, wenn sie sich bei Apps beliebter sozialer Netzwerke einloggen.

>> Patches sollten sofort installiert werden.

>> Alle Parameter überwachen: Sämtliche Logs prüfen, um so böswillige Aktivitäten zu identifizieren.

>> Daten verschlüsseln: Bei gestohlenen Geräten, die verschlüsselt sind, ist es für Angreifer wesentlich schwerer, an die Daten zu gelangen.

>> Mitarbeiter schulen: Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Phishing-Attacken ist ein Sicherheitsbewusstseins aller Mitarbeiter innerhalb Ihrer Organisation wichtig.

>> Machen Sie sich mit Ihren Daten vertraut und schützen Sie sie entsprechend. Beschränken Sie auch die Zahl der Zugangsberechtigten.

"Der diesjährige Bericht zeigt erneut, dass es so etwas wie ein einbruchsicheres System nicht gibt. Häufig würden jedoch grundlegende Sicherheitsmaßnahmen reichen, da sich Cyberkriminellen dann lieber ein leichteres Ziel suchen", fügt Sartin hinzu.

Der Data Breach Investigations Report basiert auf tatsächlichen Fällen
Die Publikation Data Breach Investigation Report (DBIR) erscheint seit neun Jahren. Allein in der aktuellen Ausgabe werden über 2.260 bestätigte Datenverletzungen und über 100.000 gemeldete Sicherheitsvorfälle untersucht – die höchsten Werte seit der ersten Ausgabe 2008. Der Bericht befasst sich mit mehr als 10.000 Datenverletzungen und nahezu 300.000 Sicherheitsvorfällen aus den letzten elf Jahren. Zur besseren Darstellung der Cybersicherheits-Landschaft sind im DBIR auch Vorfälle erfasst, die nicht zu Datenverletzungen führten. Verizon zählt zu den 67 globalen Organisationen, die zum diesjährigen Bericht Daten und Analysen beigetragen haben.
(Verizon Communications: ra)

eingetragen: 29.04.16
Home & Newsletterlauf: 27.05.16


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Meldungen: Statistiken

  • Neue Entwicklungen im Bereich Ransomware

    Malwarebytes veröffentlichte ihren Sicherheitsbericht mit einer Analyse der wichtigsten Malware-Bedrohungen innerhalb des dritten Quartals 2018. Die Untersuchung des "Malwarebytes Cybercrime Tactics and Techniques Q2 2018"-Reports zeigt nach einem leichten Rückgang der Gesamtzahlen an Malware innerhalb des zweiten Quartals 2018 nun einen starken Anstieg von Angriffen im dritten Quartal dieses Jahres - vor allem im Unternehmensbereich. Im dritten Quartal stachen Banking-Trojaner alle anderen Malware-Kategorien als größte Geschäftsbedrohung aus und stiegen gegenüber dem letzten Quartal um ganze 84 Prozent an. Trojaner belegten auch bei den Endkundenentdeckungen den ersten Platz und stiegen gegenüber dem letzten Quartal weltweit um 27 Prozent. RiskwareTool, die Bezeichnung für einen Kryptomining-Malware-Typ, fiel von seinem ersten Platz im letzten Quartal bis auf den vierten Platz ab (Rückgang von 26 Prozent). Tatsächlich fielen die Kryptomining-Malware-Typen auch auf Endkundenseite zurück und rutschten auf den vierten Platz hinter Trojanern, Adware und Backdoors zurück.

  • Jede zehnte Infektion via USB ist ein Krypto-Miner

    Dass Schadprogramme zwischen nicht vernetzten Computern über den USB-Anschluss mittels infizierten Geräten übertragen werden können, ist bekannt. Laut einer aktuellen Kaspersky-Analyse zu Cybergefahren durch USB-Geräte und andere Wechseldatenträger für das Jahr 2018, nutzen Cyberkriminelle den USB-Anschluss derzeit vor allem zur Verbreitung von Krypto-Mining-Malware. Obwohl die mangelnde Sicherheit von USB-Speichermedien seit rund 20 Jahren bekannt ist, werden sie im Geschäftsumfeld noch immer gerne eingesetzt, zum Beispiel auf Messen. Kein Wunder, dass kompromittierte USB-Sticks als Türöffner in ein Unternehmensnetzwerk missbraucht werden.

  • 30 Milliarden böswillige Anmeldeversuche

    Laut dem aktuellsten "State of the Internet"-Sicherheitsbericht von Akamai zu so genannten Credential-Stuffing-Angriffen nehmen böswillige Anmeldeversuche durch Botnets ständig zu. So hat Akamai zwischen Januar und April 2018 ca. 3,2 Milliarden schädliche Logins pro Monat erkannt. Zwischen Mai und Juni 2018 waren es sogar 8,3 Milliarden - eine durchschnittliche Steigerung von 30 Prozent gegenüber den Vormonaten. Insgesamt verzeichnete Akamai über 30 Milliarden böswillige Anmeldeversuche in einem Zeitraum von acht Monaten (November 2017 bis Ende Juni 2018). Schädliche Logins stammen meist aus Credential-Stuffing-Attacken. Bei dieser Betrugsmethode setzen Hacker systematisch Botnets ein, um gestohlene Anmeldedaten im ganzen Web auszuprobieren. Sie testen sie auf Anmeldeseiten von Banken und Onlinehändlern und hoffen darauf, dass die Nutzer für mehrere Services und Konten die gleichen Anmeldedaten verwenden. Credential Stuffing kann Unternehmen laut dem Bericht "Die Kosten von Credential Stuffing" des Ponemon Institute jährlich Millionen von Dollar kosten.

  • Report: Krypto-Malware steigt um 86 Prozent

    Im neuen McAfee Labs Threats Report: September 2018 hat das Forscherteam des globalen Cyber-Sicherheitsunternehmens wieder die größten Bedrohungen des letzten Quartals untersucht. Dabei zeigt sich, dass der Trend der letzten Quartale rund um Krypto-Malware weiter fortgesetzt wird: die McAfee Labs verzeichnen in ihrem neuen Report einen weiteren Anstieg von Krypto-Mining-Malware um 86 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal. Außerdem wurden Schwachstellen in Microsoft Cortana, dem Google Play Store und verschiedenen Blockchain-Technologien entdeckt. Nachdem Krypto-Malware zum ersten Quartal des Jahres erstaunliche 629 Prozent gewachsen ist, setzt sich der Trend im zweiten Quartal weiter fort. Mit mehr als 2,5 Millionen neuen Samples verzeichnet Krypto-Mining-Malware in Q2 ein Wachstum um weitere 86 Prozent. Hierbei identifizierten die McAfee-Forscher sogar ältere Ransomware, die lediglich mit neuen Mining-Funktionen ausgestattet wurde.

  • Schwachstellen in Webanwendungen

    Ob Schwachstellen in Webanwendungen oder öffentlich verfügbare Verwaltungsschnittstellen mit schwachen Passwörtern - die Grenzen (Perimeter) von Unternehmensnetzwerken sind anfällig für Cyberangriffe. So konnten laut einer von Kaspersky Lab durchgeführten Penetrationstest-Analyse drei Viertel (73 Prozent) der erfolgreichen Angriffe von außen auf die Netzwerkperimeter einer Organisation über schwachstellenanfällige Webanwendungen durchgeführt werden. Dabei sind die Webanwendungen von staatlichen Organisationen am unsichersten. Das Gesamtschutzniveau gegenüber externen Angriffen muss zudem bei fast der Hälfte der untersuchten Unternehmen als gering oder extrem gering eingestuft werden.